Fliegerdemonstration Axalp

 

Die Fliegerdemonstration Axalp (auch als Fliegerschiessen Axalp bekannt) ist eine Flugschau der Schweizer Luftwaffe auf dem Schiessplatz Axalp-Ebenfluh (auch Äbeflue genannt) im Gebirge auf 2’250 m ü.M. oberhalb der Axalp bei Brienz im Kanton Bern. Sie findet in aller Regel jährlich jeweils an zwei Tagen Anfangs Oktober statt.

Während des Zweiten Weltkriegs stellte General Guisan im Juli 1942 anlässlich einer Übung im Gebirge fest, dass die Piloten ihre Bomben äusserst ungenau abwarfen. Er verfügte, dass sofort mit der Ausbildung der Piloten zur Luftunterstützung für Bodentruppen im Gebirge zu beginnen sei. Am 7. Oktober 1942 begann die Ausbildung im Erdkampfeinsatz auf dem neu eingerichteten Schiessplatz Axalp-Ebenfluh.

Mit Beginn des Jetzeitalters waren auf der Ebenfluh bald Venom, Vampire und ab 1964 auch der Erdkampfbomber Hunter anzutreffen, welche sich im Abwurf von Bomben, dem Abfeuern ungelenkter Raketen und dem Schiessen mit der Bordkanonen übten. Bald ersetzten die Tiger F-5E die Vampire- und Venom-Staffeln und in den 1990er-Jahren die Boeing F/A-18 Hornet die Hunter- und Mirageeinheiten. In der neuen Doktrin der Schweizer Landesverteidigung wurde mit Einführung der F/A-18 die Luftunterstützung gestrichen. Die heutigen Zielübungen dienen lediglich der Beherrschung des Fluggeräts sowie der Übung mit der Bordkanone, welche aus Sicherheitsgründen nicht im freien Flug abgefeuert werden darf.

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Piloten der Luftwaffe mit ihren Kampfflugzeugen der Typen F-5E und F/A-18 (bis vor einigen Jahren auch Mirage III-S und III-RS) demonstrieren den Gästen sowie dem interessierten Publikum ihre Flug- und Zielkünste. Sie schiessen mit ihren Bordkanonen kurze Garben auf Ziele an einem nahen Grat sowie am Südhang des Axalphorns und am Nordhang des Wildgärst. Ergänzt werden die Vorführungen durch Demonstrationen mit Hubschraubern wie dem Cougar und Fallschirmabsprüngen der Fernaufklärer. Den Abschluss der Veranstaltung bildet seit vielen Jahren die Schweizer Kunstflugstaffel Patrouille Suisse. Ursprünglich ein Anlass für die militärische Führung, Politiker und geladene Gäste, zog der Anlass mit der Zeit immer mehr Schaulustige an, so dass inzwischen jeweils einige tausend Personen den Weg zu den drei Zuschauerzonen antreten.

Die Show gilt als Geheimtipp unter Fliegerfans, welche aus halb Europa auf die Axalp pilgern, bietet sie doch mit der spektakulären Kulisse der Berge des Berner Oberlands und der ungewohnten Nähe zu den Jets sowie der seltenen Optik, auf die Flugzeuge herabsehen zu können, eine einmalige Abwechslung zu den standardisierten Flugvorführungen auf Flugplätzen im Flachland. Zudem ist dies die einzige öffentlich zugängliche Flugshow an welcher scharf geschossen wird.

Der Zugang ist kostenlos und es ist keine Anmeldung notwendig. In den letzten Jahren hat die Armee auch angefangen, kleinere Verpflegungsstände aufzustellen.

Zur Demonstration anwesend ist in der Regel der amtierende Bundesrat, welcher das Militärdepartement leitet. Es werden auch jedes Jahr viele ausländische ranghohe Militärpersonen eingeladen. Die geladenen Gäste werden vom nahen Militärflugplatz Meiringen‎, die VIPs zum Teil gar direkt aus der Hauptstadt Bern mit Cougar- und Eurocopter EC635-Transporthubschraubern eingeflogen.

Die normalen Zuschauer können entweder mit dem Personenwagen in Brienz/Brunnen parkieren und mit einem Shuttlebus (kostenpflichtig) oder mit dem Postauto ab Brienz bis Axalp fahren. Von dort aus dauert der Aufstieg zu Fuss zwischen zwei und drei Stunden.

Dank dem Sessellift Windegg, welcher speziell für diese beiden Tage in Betrieb gesetzt wird, verkürzt sich der Aufstieg um ca. 30 Minuten. Da der Andrang aber sehr gross ist, muss man entweder rechtzeitig an der Talstation sein, oder doch den ganzen Aufstieg zu Fuss bewältigen. Der eigentlich nur für Wintersportler konzipierte Lift befördert die Zuschauer auf 1’930 m ü.M.

Bei gutem Wetter bevölkern 2000 bis 3000 Zuschauer (2012 waren es etwa 7000) die grasbewachsenen Südhänge des Tschingel (2’243 m ü.M.) und des Axalphorns (2’321 m ü.M.). Zusammen mit den Grillständen und WC-Containern ein äusserst ungewöhnlicher Anblick in dieser kargen Bergwelt.

Je nach Wetter ist es aber auch möglich, dass an den Vorführungstagen 50-60 cm Schnee liegen. Sofern Nebel oder Wolken es erlauben, finden die Vorführungen trotzdem statt. Sollte sich während der Vorführung das Wetter verschlechtern, wird die Veranstaltung sofort ersatzlos abgebrochen. Da der Aufstieg zum Tschingel kein Spaziergang ist, sind gute Kleidung und Schuhwerk zwingend notwendig!

 

Quelle Wikipedia
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